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Begegnung
Begegnung
Ich traf jüngst eine alte Bekannte
im Zentrum, vor den Einkaufshallen,
sie wohnte einst neben meiner Tante,
doch wie sie hieß, das ist mir entfallen
"Bekannte" stimmt nicht, es war wohl mehr,
doch Freundin wäre sicher vermessen,
denn bei etwas vertrauterem Flair,
hätt' ich ihren Namen kaum vergessen
Ich kann sie "alte Bekannte" heißen,
doch alt ist sie noch nicht - sicherlich,
denn ich fühl' mich zum Bäume ausreißen,
und sie ist wohl etwas jünger als ich
Ich hab' sie genauer angeschaut:
Es zogen sich Streifen grau durch ihr Haar,
und als sie lachte, auf ihrer Haut
wurden Falten hier und dort offenbar
Ich war leicht erschrocken - des Lebens Spur
versteckte sich bei ihr mitnichten.
Für die Gesichtsfront nehm' ich Politur
und weiß mich auch sonst gut her zu richten
Sie fragte: "Wie geht es deinem Mann?",
begann, von früher zu erzählen.
Ich fing bedenklich zu grübeln an,
weil die Geschichten mir völlig fehlen
Ich dachte im Ernst darüber nach,
"Zu welchem Facharzt gehe ich nur?",
doch als sie mich mit Namen ansprach
verspürte ich Erleichterung pur:
Das war nicht ich, das war ein Versehn!
vielleicht war's auch einfach nur Ähnlichkeit.
Wir trennten und nett, doch im Weitergehn
wurde mir klar: "Das war Adelheid!"
fast wie in echt
blog-spott
"Sag mal, wie vernetzt du eigentlich deinen blog?"
"Das mache ich mit links!"
"Ich weiß, dass ich ein anfänger bin, aber vielleicht
erklärst du es mir trotzdem...."
Nachruf (auf ein Goldstück)
Unsere Beziehung war immer
etwas Besonderes
uns verband
der Zauber des Anfangs
mit dir lernte ich
eine neue Welt kennen
du hast mein Leben
grundlegend verändert
es war nicht immer einfach mit dir,
wir hatten auch Probleme
machmal warst du unzuverlässig
konntest bisweilen abstürzen
geradezu ins Nichts
aus Gründen die ich nicht verstand
doch ich habe dich immer wieder
hochgebracht und aufgepeppt
wir haben uns gut die Zeit vertrieben
doch ich kam mit dir auch an meine Grenzen
bis ich irgendwann einsah:
Es geht nicht mehr,
wir müssen uns trennen
doch ich habe dich nie vergessen,
du behieltest deinen Platz bei mir,
auch wenn andere nach dir kamen
-----------------
doch - das Miststück
hat dich gestern einfach
zum Elektroschrott geschmissen!
Einen Tag später:
Nachruf auf ein Miststück.......
Virtuelle Heinzelmännchen
Wie war's doch früher angenehm,
im Allgemeinen so bequem,
denn war man müd' man legte sich
und kein Gedanke regte sich
noch unbestrahlt und unbewacht
schlief duch man friedlich jede Nacht
doch das war spätestens passe'
seit damals einzog der PC.
Es lief noch alles in der Spur,
als man ihn nahm zum Schreiben nur,
oder auch mal für (Auto)-Spiele -
und derer gab es noch nicht viele,
doch es grassiert der neue Wahn:
rund um die Uhr ist man "auf LAN",
und wähnt man sich dann online-frei,
so bleibt das Ding dennoch stand-by,
denn der perfekte Computer-Kenner
hält sich moderne Heinzelmänner,
er lässt die nachts dann für sich machen
und zwar die virtuellen Sachen:
sie loggen und bloggen,
hacken und packen
und killen die schrillen
Viren und clearen,
Trojaner sie verjagen
und Würmer, sozusagen,
sie klicken und spicken,
verschicken, verticken,
downladen Milliarden
Dateien von den freien,
und die mit Gebühren
sie inkognito führen,
sie suchen und buchen
mieten, überbieten,
kaufen einen Haufen,
stechen und blechen,
überweisen, bescheißen,
und eh man aus dem Schlaf erwacht
wurde man plötzlich, über Nacht
ganz nebenbei - bankrott gemacht
"Sag mal, wie vernetzt du eigentlich deinen blog?"
"Das mache ich mit links!"
"Ich weiß, dass ich ein anfänger bin, aber vielleicht
erklärst du es mir trotzdem...."
Nachruf (auf ein Goldstück)
Unsere Beziehung war immer
etwas Besonderes
uns verband
der Zauber des Anfangs
mit dir lernte ich
eine neue Welt kennen
du hast mein Leben
grundlegend verändert
es war nicht immer einfach mit dir,
wir hatten auch Probleme
machmal warst du unzuverlässig
konntest bisweilen abstürzen
geradezu ins Nichts
aus Gründen die ich nicht verstand
doch ich habe dich immer wieder
hochgebracht und aufgepeppt
wir haben uns gut die Zeit vertrieben
doch ich kam mit dir auch an meine Grenzen
bis ich irgendwann einsah:
Es geht nicht mehr,
wir müssen uns trennen
doch ich habe dich nie vergessen,
du behieltest deinen Platz bei mir,
auch wenn andere nach dir kamen
-----------------
doch - das Miststück
hat dich gestern einfach
zum Elektroschrott geschmissen!
Einen Tag später:
Nachruf auf ein Miststück.......
Virtuelle Heinzelmännchen
Wie war's doch früher angenehm,
im Allgemeinen so bequem,
denn war man müd' man legte sich
und kein Gedanke regte sich
noch unbestrahlt und unbewacht
schlief duch man friedlich jede Nacht
doch das war spätestens passe'
seit damals einzog der PC.
Es lief noch alles in der Spur,
als man ihn nahm zum Schreiben nur,
oder auch mal für (Auto)-Spiele -
und derer gab es noch nicht viele,
doch es grassiert der neue Wahn:
rund um die Uhr ist man "auf LAN",
und wähnt man sich dann online-frei,
so bleibt das Ding dennoch stand-by,
denn der perfekte Computer-Kenner
hält sich moderne Heinzelmänner,
er lässt die nachts dann für sich machen
und zwar die virtuellen Sachen:
sie loggen und bloggen,
hacken und packen
und killen die schrillen
Viren und clearen,
Trojaner sie verjagen
und Würmer, sozusagen,
sie klicken und spicken,
verschicken, verticken,
downladen Milliarden
Dateien von den freien,
und die mit Gebühren
sie inkognito führen,
sie suchen und buchen
mieten, überbieten,
kaufen einen Haufen,
stechen und blechen,
überweisen, bescheißen,
und eh man aus dem Schlaf erwacht
wurde man plötzlich, über Nacht
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